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Jugendarbeit

Bildung in Sachen Klimaschutz – Kinder und Jugendliche mit einbeziehen

Kinder und Jugendliche können und sollen das Klima der Zukunft mit gestalten. Klimaschutz bedeutet nicht das Ende des schönen Lebens, im Gegenteil: Klimaschutz kann sogar ein Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Jeder und jede Einzelne zählt.


Die Nordkirche möchte mit eigenen Bildungsprojekten dazu beitragen, dass Jugendliche Wissen und Bewusstsein als Chance erkennen und nutzen. Ein zentrales Thema der Bildungsarbeit sind die Folgen des Lebensstils auf das globale Klima. Dabei stehen Probleme und Perspektiven weltweiter Entwicklung immer auch den Chancen und Möglichkeiten eigenen Handelns gegenüber.

Die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Klimamigration, globaler Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung können schon Kindern und Jugendlichen didaktisch altersgerecht aufbereitet gut vermittelt werden.

Dafür gibt es in der Nordkirche viele innovative Ansätze und Projekte – auf dieser Seite seien nur einige davon genannt.

KlimaSail

Bildung – Segeln – Nachhaltigkeit

„Wäre das Klima eine Bank, dann hätte man es schon längst gerettet.“

KlimaSail ist ein Jugendbildungsprojekt der Nordkirche zur Nachhaltigen Entwicklung und wird organisiert vom Jugendpfarramt der Nordkirche in Kooperation mit der Aktion Brot für die Welt, dem Umweltpastor der Nordkirche und dem Verein Jugendsegeln e.V.

Ziel von KlimaSail ist es, im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) mit jungen Menschen ein neues Bewusstsein für einen klimaschonenden Lebensstil zu entwickeln, die Ostsee als ökologischen Nahraum zu erforschen und Klimawandel sowohl als lokale als auch globale Herausforderung zu verstehen.

Themen einer nachhaltigen Entwicklung werden bei KlimaSail in den erlebnispädagogischen Lernort eines Traditionsseglers eingebettet. Das Schiff mit dem bezeichnenden Namen „Zuversicht“ stellt sowohl Medium einer pädagogischen Methode, als auch die leitende Metapher dar. Neben dem Spaß, den Interaktionen und den Erfahrungen, die beim Segeln an sich gemacht werden, ist ein für dieses Projekt weiterer entscheidender Aspekt das relativ abgeschlossene System, welches die "Zuversicht" bietet. In diesem werden die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt erfahrbar. Die Ressourcen (Treibstoff, Wasser, Strom, Nahrung) auf der "Zuversicht" sind begrenzt, verschiedenste Menschen leben und arbeiten in Gemeinschaft auf ihr – genau wie auf der Welt, nur dass die Endlichkeit der Ressourcen und die Notwendigkeit zu Kooperation und Achtsamkeit, die auf der Welt relativ abstrakt bleiben, auf dem Traditionssegler direkt erfahrbar werden.

Dieses Bild der "Zuversicht" als Welt im Kleinformat, sowohl in Bezug auf das Thema Ressourcenverbrauch als auch auf soziale, gerechtigkeitsrelevante Themen bezogen, ist ein Leitgedanke des Projektes KlimaSail. In diesem besonderen Lernraum wird Klimaschutz partizipativ, erlebnis- und visionsorientiert behandelt. Klimaschutz zum Anfassen! Seit 2011 waren mehr als 1000 Jugendliche aus 60 Jugendgruppen dabei.

Klimasail wird auch im Jahr 2017 fortgesetzt.

Alle Infos zu Klimasail finden Interessenten hier

 

 

Infostelle Klimagerechtigkeit

Bewusstsein schaffen und zum Handeln motivieren

Die Infostelle Klimagerechtigkeit (IKG) hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhang zwischen Klimawandel, globaler Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung im kollektiven Bewusstsein zu schärfen und das Thema stärker mit dem eigenen Lebensstil zu verknüpfen.

Sehen - verstehen - handeln

Mit der Bildungsarbeit wirbt die IKG für das Thema Klimagerechtigkeit in Schulen, in Jugendgruppen, aber auch bei Lehrerfortbildungen, Veranstaltungen und in Gemeinden. Sie zeigt auf, dass Klimawandel ein Frage der Gerechtigkeit ist: Diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, sind die Hauptleidtragenden seiner Folgen. Nicht nur im Süd-Nord Kontext. Auch nachfolgende Generationen, Jugendliche und junge Erwachsene gehören dazu. Die IKG will dazu motivieren, sich für eine gerechtere Zukunft einzusetzen und Alternativen anzugehen. Klimawandel ist kein Schicksal und die Zeit ist reif für Veränderungen!

Pädagogisch bietet die IKG dazu verschiedene Ansätze wie zum Beispiel die Methodenmappe zum Thema Klimagerechtigkeit: Diese enthält vielfach erprobte Übungen, Gruppenarbeiten und eine Klima-Rallye mit genauen Anleitungen zum Nachmachen. Seit 2016 ist im Internet eine digitale Klima-Mediathek (www.klimamediathek.de) zu finden, die sich an MultiplikatorInnen und JugendgruppenleiterInnen wendet. 
Workshops, Klima-Stadtrundgänge, das Jugendbildungsprojekt „Eco-Clubs“, die Aktion „ÖkoFaire Gemeinde“ sowie die Beratung bei der Durchführung klimafreundlicher Veranstaltungen und die Berechnung von nicht vermeidbaren CO2-Emissionen sind weitere Ansätze, um Bewusstsein zu schaffen und vor allem konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Infostelle Klimagerechtigkeit ist Teil des Zentrums für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit mit Sitz in Hamburg. Als international arbeitendes Werk der Nordkirche hat das Zentrum für Mission und Ökumene Partner/innen in Afrika, Asien, Lateinamerika, im Pazifik und im Nahen Osten. Es ist außerdem Mitglied der:

  • Klima-Allianz Deutschland, einem breiten Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, sowie Umwelt- und Naturschutzverbänden.
  • Entwicklungspolitischen Plattform „Klima der Gerechtigkeit“ der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke
  • Klima-Kollekte – dem kirchlichen Kompensationsfonds