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Beschaffung gemäß Klimaschutzgesetz

Nordkirche gibt sich Beschaffungsverwaltungsvorschrift

Am 8. Juni 2018 wurde die Beschaffungsverwaltungsvorschrift (BeschVwV) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland beschlossen. Sie tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Die BeschVwV regelt die Beschaffung von Gegenständen und von Leistungen einschließlich der damit verbundenen Vergabe und Abwicklung von Aufträgen nach § 8 Absatz 3 des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche vom 31. Oktober 2015. Die Grundsätze für die Beschaffung sind jetzt: Suffizienz, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sowie Nachhaltigkeit.

Ein Online-Beschaffungsportal, das die Umsetzung der Vorschrift erleichtern wird, ist bereits in Arbeit. Für Nutzer und Nutzerinnen innerhalb der Nordkirche wird es dazu Einführungsseminare geben.

Den Wortlaut der Beschaffungsverwaltungsvorschrift sowie Informationen zu den Beschaffungskriterien lesen Sie hier: BeschVwV

 

 

Aktion ÖkoFaire Gemeinde

Im März 2017 wurde die Aktion ÖkoFaire Gemeinde vom evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“, den Diakonischen Werken in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, der Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, von den Kirchenkreisen Altholstein, Hamburg-West/Südholstein und Mecklenburg sowie dem Umweltbeauftragten der Nordkirche initiiert.

Mit der Aktion „ÖkoFaire Gemeinde“ sollen Kirchengemeinden ermutigt werden, mit kreativen Ideen faire und ökologische Aspekte in ihr Kaufverhalten zu integrieren. Zunächst sind ein Beschluss des Kirchengemeinderates und eine Bestandsaufnahme der bisherigen Beschaffungspraxis nötig. Im Anschluss sollen aus dem Kriterienkatalog der Aktion mindestens zehn Maßnahmen ausgewählt werden, die umzusetzen sind, beispielsweise der Umstieg auf Papier mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“, der Kauf von GEPA-Produkten, Bewirtung mit vegetarischen Mahlzeiten bei Gemeindefesten, Einsatz von LED-Lampen oder die Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad, um Termine und Veranstaltungen zu besuchen. Anschließend unterzeichnet die Gemeinde eine Selbstverpflichtungserklärung und überprüft regelmäßig die Umsetzung ihrer Maßnahmen.

 

Erste ÖkoFaire Gemeinde der Nordkirche ausgezeichnet

Am 29.11.2017 hat Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, die Kirchengemeinde Breklum (Nordfriesland) als erste ÖkoFaire Gemeinde ausgezeichnet.

Mehr Informationen hier

Wie werden wir ökoFaire Gemeinde?

Kriterienkatalog, Projektbeschreibung, Ansprechpartner und weitere Informationen finden Sie auf: www.oekofaire-gemeinde.de

Beschaffung

Sozial gerecht und ökologisch einkaufen – glaubwürdig wirtschaften

Die Nordkirche wird durch systematische Umstellung auf ökofairen Konsum ein sichtbares Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung
setzen. Das maßgebliche Projekt für die ökofaire Beschaffung der Nordkirche ist „Zukunft einkaufen“.
www.zukunft-einkaufen.de

Wir wollen dadurch nachhaltiges Konsumverhalten fördern und ökologische, sozial gerechte oder öko-faire (Konsum-) Alternativen einsetzen.
Damit wird ein essentieller Beitrag zur Verbesserung der kirchlichen Beschaffung unter Nachhaltigkeitskriterien geleistet. Diese Kriterien
schließen die Beschaffung von Lebensmitteln, Blumen und Textilien aus Fairem Handel und aus biologischem Anbau ebenso ein wie den Kauf
umweltschonender Büromaterialien oder die Nutzung umweltverträglicher Energieressourcen. Das Projekt zielt dabei jedoch nicht nur auf die
kirchliche Beschaffung ab, sondern möchte auch Vorbild für andere Institutionen sein. Das kirchliche Engagement soll zudem auch die
Gemeindemitglieder dazu anregen, sich mit dem eigenen Konsumverhalten kritisch auseinander zu setzen.



Kaffee

Der Kaffee muss so süß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, so heiß wie die Nächte in ihren Armen und schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt“ – so lautet ein arabisches Sprichwort. Heute wissen wir, dass man beim Kaffee auch noch auf ein paar andere Eigenschaften achten sollte! Die Deutschen trinken über 6 Kg Kaffee pro Person und Jahr (=160 Liter)...

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Papier

Eine Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2000 hat es noch mal ans Licht gebracht:
Es ist umweltfreundlicher, Altpapier wieder zu verwenden als es zu verbrennen.
Es ist wesentlich umweltfreundlicher, Umwelt-Papier herzustellen als neues Papier aus frischen Fasern.
Das Umweltbundesamt stellt fest... weiterlesen

Ökostrom

Wer sagt, man könne ja doch nichts tun, irrt. Jede und jeder von uns hat die Möglichkeit, ohne großen Aufwand seinen Lebensstil so einzurichten, dass die negativen ökologischen Folgen unseres Lebensstils deutlich verringert werden.
Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1999 kann man z.B. leicht den Stromanbieter wählen, der das liefert, was man haben möchte. Wir plädieren für „Grünen Strom“... weiterlesen

Computer

Computer sind aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Alltag und auch Privatleben sind von seiner Nutzung geprägt. Die Branche lebt aber auch von kurzen „Innovationszyklen“: ein Computer ist kein Begleiter fürs Leben, sondern erreicht in der EU eine durchschnittliche Lebensdauer von 6 Jahren – oft gelten 3-5 Jahre als Zeitraum in dem das Gerät völlig veraltet sein soll.
Für den Lebensweg eines Computers werden ca. 16-19 t Rohmaterial benötigt... weiterlesen

Blumen

3,2 Milliarden Euro geben die Deutschen im Jahr für Schnittblumen aus - einer der größten Schnittblumenkonsumenten der Welt. Diese Blumen stammen aber zu 82% aus dem Ausland - Holland ist als Importeur führend, aber besonders in den Wintermonaten steigt der Absatz von Schnittblumen aus Ländern wie Kolbumien, Ecuador oder Kenia erheblich an. Schon wenige Stunden... weiterlesen

Verpackung und Müll

Das Drumherum - Verpackungsmüll als Klimakiller. 72 kg Verpackungsmüll „produziert“ jeder Deutsche pro Jahr. 10,6 Millionen Tonnen sind das zusammen. Obwohl wir eine Kreislaufwirtschaft anstreben, die möglichst viel Abfallstoffe recyceln und wieder-verwenden möchte, fällt immer noch viel zu viel Müll an, der nicht nötig wäre und nach einmaligem Gebrauch in die Tonne fliegt. Nur ein Teil davon wird später wieder genutzt - der Rest stattdessen verbrannt. Damit gehen bedeutende Reststoffe verloren, wertvolles Erdöl, das das Klima bei der Verbrennung belastet, wird verschwendet.
Eine richtige Mülltrennung ist nach wie vor eine große Hilfe. Wer Glas, Papier und „gelben Müll“ ordentlich entsorgt, tut der Umwelt etwas Gutes. Wer beim Einkaufen selbst etwas gegen den Müll tun möchte, hat dazu einige Möglichkeiten:... weiterlesen

Grabsteine

Schätzungsweise ein Drittel der deutschen Grabsteine stammen aus Indien. Dort ist zwar per Gesetz Kinderarbeit in den Steinbrüchen verboten, trotzdem wissen wir, dass die Realität leider ganz anders aussieht. Eine besondere Rolle spielt dabei die „Schuldknechtschaft“, die indische Eltern dazu bringt, ihre Kinder als billige Arbeitskräfte an Steinbrüche zu geben.

Zwar gilt bereits seit 1999 ein weltweites Verbot von Schuldknechtschaft mit dem Übereinkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Aber es muss noch eine Menge dafür getan werden, damit dieses Recht für viele Kinder der Welt auch Wirklichkeit wird... weiterlesen