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Vortrag "… und siehe, es war sehr gut."

Am 16. April 2016 hielt Pastor Jan Christensen auf dem Schäferhof in Appen im Rahmen der Seniorenakademie des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein den Vortrag: "… und siehe, es war sehr gut." , in dem er den Schöpfungsbericht vom Anfang der Bibel für die heutige Situation auslegt.

Den Text finden Sie hier.

 

 

Stellungnahme der Theologischen Kammer zum Schwerpunktthema „Klimaschutz“

Einleitung

„Die Herausforderungen, vor die der Klimawandel Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche stellt, sind gewaltig. Es geht um das Überleben vieler und ein würdiges Leben aller Menschen. Am härtesten sind diejenigen betroffen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen: die Armen in den Entwicklungsländern. Darum vergrößert der Klimawandel die Kluft zwischen Arm und Reich.“

Der Klimawandel hat viele Aspekte und kann auch theologisch aus einer Vielzahl von Perspektiven gesehen werden. Wir greifen sechs von ihnen heraus: weiterlesen

 

 

Theologie und Gottesdienst

Das Klimabüro legt einen Schwerpunkt darauf, sich theologisch verstärkt mit Umwelt und Schöpfung zu beschäftigen.

Es ist eine unerhörte Herausforderung: nie zuvor haben Menschen globale Systeme wie das Klima so verändern können, dass ein dauerhafter und sehr ernsthafter Schaden eintritt. Die Menschheit muss sich damit auseinandersetzen, dass sie ihre eigenen Lebensgrundlagen nicht nur regional schädigt oder zerstört, sondern nun die Lebensgrundlagen auf dem gesamten Planeten verändert – zu unserem und dem Nachteil aller Lebewesen – jetzt und in der Zukunft.

Etwas anderes aber kennen wir schon länger: dass nämlich wenige auf Kosten vieler anderer leben. Den Klimawandel führen im Wesentlichen die reichen Länder des Nordens herbei, während die armen Länder auf der Südhabkugel als erste darunter zu leiden haben. Sie sind den Veränderungen nahezu schutzlos ausgeliefert. Ungerechte Verhältnisse zwischen Nord und Süd, die schon lange diese Welt prägen, wirken sich nun noch einmal neu und drastisch aus.

Nicht nur in den Kirchen, sondern bei vielen anderen spielen angesichts dessen Begriffe wie „Klimagerechtigkeit“, „ökologische Schuld“, „historische Schuld“ oder „ökologische Wahrheit“ eine Rolle. Für die Kirchen bedeutet das eine besondere Herausforderung: gilt etwa der Bund, den Gott nach der Sintflut mit den Menschen schloss, „dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe“ (1. Mose 9,11), nicht mehr? Müssen wir nicht viel ernsthafter von „Umkehr“ reden als wir das bislang getan haben? Müssen wir nicht zu uns selbst und allen Lebewesen eine neue Beziehung aufbauen, um wirklich lieben zu können – denn man schützt nur, was man liebt?

Dr. Thomas Schaack (Umweltbeauftragter der Nordkirche bis 2012)

 

 

 

Materialien für Schöpfungsgottesdienste